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Zum Thema Corona (Covid-19)

Dr. med. Andrea F. Degen

9.4.2020

TROCKENER HUSTEN OHNE ENDE:

Waren da nicht einige von uns letztes Jahr schon betroffen? Gab es schon vor der Krise

lokalisierte Nester von Covid-19?

Covid-19 Antikörpertests könnten bei der Beantwortung dieser Frage helfen.

Ein Antikörper (Immunglobulin) ist ein Abwehrstoff, der vom Körper gebildet wird, nachdem

es mit der Krankheit (Antigen) in Kontakt war. Jeder Antikörper passt zu einem bestimmten

Antigen wie ein Schlüssel in ein Schloss. Nur wenn beide ineinanderpassen, kann die

Maschinerie des Immunsystems in Gang kommen und ein Krankheitsausbruch verhindert

oder eingegrenzt werden.

Es gibt Antikörper der frühen Phase, die Immunglobuline M (IgM). Sie treten ca. 4-7 Tage

nach einer stattgefundenen Infektion auf. Die Immunglobuline G treten ca. 3 Wochen in der

Heilungsphase auf. Sie zeigen, ob der Körper eine Immunität und somit auch ein sogenanntes

immunologisches Gedächtnis erworben hat. Das heisst, wenn die gleiche Krankheit wieder

kommt, kann sie sofort abgewehrt werden.

Klingt gut! Aus verschiedenen Gründen ist auch dies - wie alles in der Natur der Medizin liegt

- nicht ganz einfach und exakt.

1. Wir müssen zuerst Tests haben, und dann herausfinden, wie akkurat sie sind. Es wird

verschiedene Tests geben.

2. Wir müssen in Intervallen, das heisst wiederholt, testen.

3. Wir müssen die erworbene Immunität und den Schutz, den diese bietet, besser kennen

lernen. Wie lange bleiben wir immun? Für immer? Und, wenn dann auch immun gegen

SARS-CoV-3? Sind diese Personen, die über eine IgG-Immunität verfügen in der Pflege

vermehrt einsetzbar?

Während auch in der Schweiz auf Hochtouren Antikörpertests entwickelt werden, sind Tests

für die Schweiz in Nachbarländern angekommen. Es gibt keine Direktflüge mehr nach Zürich.

Wenn die Tests da sind, können wir mit der Arbeit beginnen.

Danke für’s Lesen! Und gebt mal Rückmeldung, ob das was bringt oder ich mir die Zeit

sparen kann. Das wäre mir wichtig zu wissen

6. April 2020

HANDWÄSCHE UND DESINFEKTION:

Corona-Zeit; eine Chance, für hoffentlich etwas mehr Gesundheitskompetenz. Wir befinden

uns am Anfang der dritten Woche in der häuslichen Quarantäne. Als Konsequenz des

momentanen häufigen Händewaschens mit Seife und der Desinfektion der Hände am Eingang

jedes Einkaufszentrums, dürften sich jetzt so langsam die Hauttrockenheit und bald auch

Hautausschläge (Dermatosen) zeigen. Bei mir selber, die ich gestern Brennnesseln im Garten

ausgerissen habe, brennt die Haut heute immer noch. Im Normalfall spüre ich dies maximal

eine Stunde später noch. Nun, normal ist sehr relativ. Wir verändern momentan massiv unser

Verhalten. Dem Gebrauch unserer Hände soll hier die Aufmerksamkeit geschenkt werden. Sie

leiden! Wie dem beizukommen ist, werde ich phantasievoll und mit bestem medizinischem

Wissen, das ich hier teile, vorwegnehmen.

Vor einiger Zeit, es ist noch nicht einen Monat her, haben wir noch alles berührt, was uns

unter die Finger kam. Wir haben täglich zig Hände geschüttelt, Finger in Haar, Mund und

manche auch in die Nase gesteckt. Durch die Hygienemassnahmen sind wir ins andere

Extrem gefallen. Wir sind uns vielleicht wieder bewusst geworden, dass Viren (Bakterien,

Parasiten, Schmutzpartikel) auf Oberflächen sitzen und durch Berührungen weiter gegeben

werden. Um nicht Teil der momentanen Ansteckung zu werden, wurden alle verfügbaren

Desinfektionsmittel zusammengekauft und höchstwahrscheinlich auch brav verwendet. Diese

Phase macht jede Pflegefachperson und auch jeder Medizinstudent durch. Die Hände

trocknen aus, werden spröde und fangen an zu jucken. Dermatose nennt man das, was nicht

mehr heisst als Hautausschlag. Dermatitis ist, was darauf folgt, wenn die Hautschicht weiter

geschädigt wird und sie sich nicht mehr wehren kann. Dermatitis heisst einfach

Hautentzündung. Tönt harmlos wenn nur ein wenig an den Händen. Es gibt durchaus

Menschen, die leiden erheblich. Eine Dermatose oder Dermatitis führt generalisiert am

ganzen Körper manchmal auch zum Tod, weil die Haut, die uns umgibt, uns vor äusseren

chemischen und physikalischen Einflüssen, auch vor Viren, Bakterien, usw. - schützt. Die

Gesundheit der Haut ist ein diffiziles Gleichgewicht. Durch Lösungsmittel in den

Desinfektionsfläschchen wird zuerst die oberste Hautschicht zerstört. Erfolgt nicht

regelmässiges Eincremen, gerät das Gleichgewicht ins Wanken und die Hautkrankheit stellt sich ein.

Präventiv das richtige Verhältnis zwischen Sauberkeit und Nahrung für die Haut zu

finden, lernt jeder medizinische Beruf relativ schnell. Coiffeure, Putzpersonal, etc. übrigens

auch. Also vergesst nicht: Hände mit schonender Seife waschen und dann eincremen. Etwas

weniger waschen wäre vielleicht auch eine weise Entscheidung. Darauf komme ich noch

zurück. Wenn ihr findet, etwas weniger Waschen sei unrecht, dann will ich Euch -

wohlverstanden - nicht vor Eurem Glück stehen. Gut oder schlecht gibt es schlichtweg nicht

in der Natur oder in der Medizin. Das richtige Mass ist immer (!) das Thema. Man sagt

klassisch auch: Die Dosis macht das Gift.

Was den Händen auch abkommt ist vielerlei Berührung. Es gibt Kulturen, die geben sich

nicht die Hand und auch sie sind gesund. Wie wichtig jedoch Berührung generell ist, kann

man nur aus grausamen Studien mit Säuglingen in Brutkästen erahnen, die nach

Studienprotokoll nicht berührt hätten werden dürfen. Eine Krankenschwester hat zivil

Ungehorsam gegen das Protokoll geleistet. Nur jene haben überlebt, die das Glück hatten, von

ihrer Nachtschicht zu profitieren. Sie hat sie in den Isoletten / Inkubator (Brutkästen) mit ihrer

Hand liebkost. Fehlt uns jetzt möglicherweise auch die Berührung, der Händedruck, die

Umarmung? Wie geht es den Tinderern? Was läuft noch auf Partnersuchplattformen? Löst

sich das Ganze nach der Corona-Zeit in Luft auf, diese soziale Distanz, die Angst vor

Ansteckung, an die oberflächliche und die intensive Berührung unweigerlich gekoppelt ist?

Berühren und berührt werden - was nun mal auch vor allem mit den Händen geschieht - ist so

überlebenswichtig, wie die Hygiene. Über Berührung kriegen wir immer Viren, Bakterien,

Parasiten, Schmutz,...ab. Nicht alle Viren und Bakterien sind schlecht. Genauso, wie es nie

ein einzig richtig oder ein falsch, ein Schwarz und ein Weiss gibt. Unser Immunsystem lernt

laufend dazu. Entzündungen und auch Allergien (Ekzem, Asthma, usw.) sind Entgleisungen

dieses Gleichgewichts. Das Positive, die Tatsache dass die Haut meist klar kommt, bemerken

wir kaum. Sagt man als Arzt einem Patienten, es läge eine Dermatose vor, was eigentlich

heisst: « Der Arzt ist noch ratlos », interpretiert das Hirn allerlei Wichtiges und Gefährliches.

Das Negative überwiegt in unserer Wahrnehmung. Es ist die Regel. Es verdirbt uns nachhaltig

und andauernd das gute Lebensgefühl. Da es nicht gut oder schlecht gibt und ständig in der

Grauzone auch Realität des Lebens ist, belügen wir uns selber, um uns nicht zugeben zu

müssen: « Ich weiss es nicht! ».

So wäscht im « courant normale » eine Hand auch die andere und glaubt zu wissen, was die

neue Religion ausmachte. « Studien haben gezeigt, » hiess, ich habe Recht und ich weiss/wir

wissen. Eine exponentielle Anhäufung blinder Flecken (Skotom).

Das verfluchte, kleine Virus hat alles zum Stillstand gebracht. Alles! Es wäre zu wünschen,

dass es ausharrt bis wir uns selber zugeben, dass wir noch ziemlich wenig wissen. Z.B. über

Berührung, Zwischenmenschlichkeit, Zärtlichkeit und Liebe. Auch die Experten und

Virologen nicht. Jedem Virologen, der das jetzt zugeben kann, sei ein Kranz gewunden. Allen

Journalisten und Übersetzern, die dennoch besser wissen, schlechtschreiben und schwarz

weiss malen, viele liebe Grüsse. Sie sind der Grund, dass wir jetzt eben selber schreiben

müssen.

Ich halte Dir die Hand. Ich begleite Dich. Ich lüge Dich nicht an, versuche dosiert ehrlich - als

erstes mit mir selber - zu sein. Du kannst mir vertrauen und ich werde es nicht missbrauchen.

Das sagt die Hand, die uns den Weg in die Zukunft nach Corona zeigt.

Das neue Coronaviru

Information für Tierhalterinnen und Tierhalter

Das neue Coronavirus:

Information für Tierhalterinnen und Tierhalter
Tierspital, Vetsuisse-Fakultät Csv Kanton Zürich

SARS-CoV-2 ist ein Betacoronavirus der Familie Coronaviridae und verursacht die Erkrankung COVID-
19. Andere Coronaviren können unter anderem Säugetiere, Vögel und Fische infizieren. Die bereits bekannten Coronavirusinfektionen bei Hund und Katze werden von der Gattung Alphacoronavirus verursacht und führen zu milden Magendarm- und Atemwegserkrankungen, sowie bei der Katze in seltenen Fällen zur felinen infektiösen Peritonitis (FIP). Wichtig ist, dass sich diese Viren vom neuen Coronavirus SARS-CoV-2 klar unterscheiden. Der Ursprung von SARS-CoV-2 ist noch nicht vollständig geklärt, man geht im Moment davon aus, dass es ursprünglich von Tieren stammt. Möglicherweise liegt der Ursprung dieses Virus bei einer Fledermausart.

Stellt das neue Coronavirus eine Gefahr für Hunde und Katzen dar?
Die kurze Antwort darauf ist nein. Auch in Gegenden, in welchen sich COVID-19 schnell ausbreitete gibt es im Moment keine Hinweise, dass Hunde und Katzen an COVID-19 erkranken. Jedoch befinden wir uns in einem schnell voranschreitenden Prozess und Veränderungen dieser Lage müssen beobachtet und überprüft werden.


Vor wenigen Tagen wurde publiziert, dass ein Hund in Hong Kong, dessen Besitzer sich mit SARS-CoV- 2 infiziert hatte, in einem Abstrich der Maul- und Nasenhöhle schwach positiv für das Virus getestet wurde. Der Hund zeigte keine Krankheitssymptome. Da die eingesetzten Testmethoden sehr empfindlich sind, und auch sehr kleine Virusmengen nachweisen können, könnte das positive Resultat auch von einer Kontamination der Nasen- und Maulschleimhaut des Hundes aus der Virus- haltigen Umgebung herrühren.


Die bereits bekannten Coronaviren von Hund und Katze (canines Coronavirus und felines Coronavirus) sind klar von dem aktuell zirkulierenden SARS-CoV-2 zu differenzieren und bergen kein bekanntes Risiko für den Menschen.

Ist mein Haustier ein potentielles Risiko für eine SARS-CoV-2 Übertragung?
Zurzeit gibt es keine Hinweise, dass Haustiere eine wesentliche Rolle bei der Übertragung von COVID- 19 spielen. Beim Umgang mit Haustieren sollten jedoch generelle Hygienemassnahmen immer eingehalten werden, um das Risiko der Übertragung von Krankheitserreger zwischen Haustier und Mensch zu reduzieren (s. unten).

Sollte ich den Kontakt mit Tieren vermeiden, wenn ich krank bin?
Beim Bestehen einer Infektionskrankheit ist es generell ratsam den Kontakt mit anderen Lebewesen einzuschränken. Trotzdem sollte für die Pflege Ihrer Tiere ausreichend gesorgt werden.

Was muss ich beachten, wenn bei mir als Tierhalter der Verdacht einer SARS-CoV-2 Infektion besteht oder bereits eine gesicherte Diagnose vorliegt?

In einer solchen Situation ist es ratsam, alle möglichen Übertragungswege zu kontrollieren und den Kontakt zu anderen Lebewesen, einschliesslich Haustieren, einzuschränken. Sollte Ihr Haustier während Ihrer eigenen Quarantänezeit erkranken und tierärztliche Hilfe benötigen, kontaktieren Sie telefonisch Ihren Haustierarzt und informieren sie ihn ausdrücklich über die Quarantänesituation im Haushalt.

Was muss ich beachten, wenn ich Kontakt mit Tieren von COVID-19 erkrankten Personen habe?
COVID-19 wird von Mensch zu Mensch über Tröpfchen nach Niesen und Husten oder engen Kontakt übertragen. Einige Viren, einschliesslich der Coronaviren, können auch indirekt übertragen werden, wenn das Virus auf Gegenständen gelangt. Coronaviren können dort einige Tage infektiös bleiben. Das kann auch mit Viren passieren, welche von einem infizierten Menschen auf ein Haustier gelangen. Daher ist es wichtig, bei Kontakt mit Tieren aus Haushalten mit erkrankten Personen die empfohlenen Hygienemassnahmen strikt einzuhalten.

Muss ich mein Tier gegen Coronaviren impfen?
Die Impfung der Haustiere gegen bereits bekannte Coronaviren (FIP, canines Coronavirus) zum Schutz vor COVID-19 ist nicht indiziert. Gegen COVID-19 gibt es gegenwärtig keinen Impfstoff.

Allgemeine Hygienemassnahmen im Umgang mit Haustieren (gemäss Chomel et al., 2011; Stull et al., 2015; BLV, 2019).
-Nach Kontakt mit dem Tier Hände gründlich waschen oder desinfizieren.
-Haustiere nicht im Schlafzimmer oder in den Betten der Familie übernachten lassen.
-Kein «Maul-zu-Mund»-Kontakt mit dem Tier; Ablecken des Gesichtes und der Hände durch Ihr Haustier nicht zulassen. Falls dies doch passiert ist, betroffene Stellen gründlich waschen.
-Liegeplätze von Haustieren sauber halten und Fressnäpfe regelmässig reinigen, am besten in der Abwaschmaschine; Spielzeug etc. regelmässig reinigen.

Zürich, 03-03-2020
Dr. med. vet. Andrea Spiri; cand. med. vet. Julia Klaus; Prof. Dr. Regina Hofmann-Lehmann FVH; PD Dr. Barbara Willi, Dipl ACVIM und ECVIM-CA
Quellen:BLV und VPHI WSAVA.org BAG.admin.ch WHO.int OIE.in
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ACHTUNG WICHTIG - AKTUELL ODER VERALTET?

Liste der öffentlichen Shelter in Rumänien

Frau Dr. Carmen Arsene, Präsidentin der Nationalen Föderation für den Tierschutz und Präsidentin der Organisation EDUXANIMA in Rumänien,

hat uns diese Woche unten stehendes Dokument zugestellt. Einige Angaben sind veraltet, unvollständig oder falsch. Um damit zuverlässig arbeiten zu können benötigen wir dringend wahrheitsgemässe Angaben.

 

BITTE  AN ALLE  TIERSCHÜTZER

 

Berichtigt falsche Angaben und sendet diese Frau Dr. Carmen Arsene zu, damit diese geändert werden können. Hilfreich wäre zu wissen welche Stiftung oder Verein das Management des jeweiligen PS übernommen hat! Es ist widerrechtlich, dass Privatpersonen die Verwaltung eines PS übernehmen (s. Dokument der rum. Veterinärbehörde ANSVSA). Nur anerkannte Vereine oder Stiftungen sind dazu berechtigt.

 

PS die im schwarzen Bereich aufgeführt sind in aller Regel im Besitz von korrupten Regierungen. Sie sind nicht zu einer Kooperation mit Vereinen bereit weil sie sehr viel Geld am Leid der Hunde verdienen, schmutziges Geld! Sie handeln gegen das rumänische Tierschutzgesetz.

Von Interesse für uns Tierfreunde ist:

 

WER KLAGT GEGEN DIESE GESETZESVERSTÖSSE?

WIRD DAGEGEN AKTIV VORGEGANGEN?

WESHALB GIBT ES KEINE INFORMATIONEN DARÜBER?

Checkliste für Hunde aus dem Ausland _ Postitionspapier ESCCAP

-CHECKLISTE-

Leishmaniose, Babesiose, Herzwürmer und Co:

Worauf muss getestet werden? Was sagen mir die Tests?

DER SPIEGEL Nr. 2/ 6.1.14

Wieviele Tiere muss man kastrieren um die Population unter Kontrolle zu bekommen?

Aufschlussreicher Artikel von Anne-Katrin Schade zum  Thema Strassenhunde im DER SPIEGEL Nr. 2/ 6.1.14

Eine Veröffentlichung des Präsidiums von ESCCAP Schweiz

-LEISHMANIOSE-

Postitionspapier zum Thema Leishmaniose

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Futterküchen für Hunde, eine machbare Alternative?

Jedes Shelter hat immer wieder seine eigenen Vorstellungen, wie Hunde gefüttert werden sollen.

Einzelne Tierheime haben bereits grosse Probleme wegen einseitiger Fütterung, was sich in multiplen Hautproblemen und Verdauungsproblemen zeigt. Reine Brotfütterung ist für die Gesundheit der Hunde höchst bedenklich und grenzt an Tierquälerei!

Dazu kommen natürlich die vielfältigsten Parasiten (Endo- und Ektoparasiten), die den Hunden das Leben noch schwerer machen. Relativ neu sind auch ganze Shelter mit Herzwürmern befallen. Diese kostenintensive Behandlung kann man sich jedoch nicht leisten.

 

Seit längerer Zeit denke ich darüber nach, dass über Futterküchen ein guter Anfang gemacht werden könnte wie billiger, besser und gezielter die Hunde ernährt werden könnten.

Es ist mir bewusst, dass viel mehr Zeit für die Fütterung der Tiere investiert werden muss.

Teils werden nur Metzgereiabfälle (‚Schorgrabenkälber‘) und Innereien (Rind, Huhn, Pferd, Schaf und Schwein den Hunden ‚serviert‘, andere bekommen Trockenfutter als Billigstvariante (Bequemlichkeit / Personalmangel) angeboten, andere Shelter verfüttern Brot, auch als Brotsuppen.

Viele Hunde hungern tagtäglich, nur die stärksten können sich satt essen, und die andern … bei denen ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis sie an Hunger und Schwäche sterben.

Das grosse Problem ist in den meisten rumänischen Sheltern, dass kein ausgebildetes Personal die Tiere betreut.

 

Was fehlt ist die Ausstattung einer ‚Futterküche‘: Grosse Kühlschränke, auch Tiefkühler, Lagerraum für Gemüse (Gemüsekammer), Früchte, Trockenraum für die Lagerung von Trockenfutter, Vollkonserven, sterilisiertes Futter.

Grosser Kochherd, Zerkleinerungsgeräte und Mischgeräte (Kutter, Blitz), genügend grosse Flächen für die Herrichtung der Speisen.

 

Mir strebt vor, dass ähnlich wie jetzt z.T. auch in der Schweiz, die Tagesfrischprodukte nach Ladenschluss nicht einfach weggeworfen, sondern an Bedürftige abgegeben werden.

Dies wären doch auch mögliche Quellen für eine abwechslungsreiche Futterergänzung für Hunde in Tierheimen (auch Produkte aus Take-Aways, Restaurants, etc).

Die richtige Mischung, Aufbereitung dieser Speisen ist wichtig. Ich möchte in dieser Richtung die Shelterbetreiber auffordern, das ‚Fressangebot‘ (Speisezettel) mit ein paar kostengünstigen Tricks attraktiver zu machen.

Die Rumänen haben Kartoffeln im Überfluss, ebenso Getreide, Mais, Hafer, Reis und auch Teigwaren. Fleischprodukte sind billig zu haben: Rind (Gehacktes, Herz, Niere, Lunge, Leber, Milz [Grick], Fisch, Huhn (das gute alte Suppenhuhn, Hühnerhälse), Wild, Schaf, Ziege;

auch Milchprodukte wie Quark, Joghurt, Hüttenkäse, Zieger, Magermilchpulver, Schotte; dann gekochte Eier von Hühnern und Gänsen;

Gemüse wie Rüben, Bohnen z.T. auch Kohlartige, roh oder gekocht (mit Eingewöhnungsphase), Salate (grüne), Gurken ,

dann auch verschieden Getreideprodukte und Brot: Weizenvollkornbrot, weisses Brot, Knäckebrot und ähnliches.

Und Obst als Ergänzung, kein Steinobst! Auch Fette und Öle (Distelöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl). Mineralien in Form von Knochenmehl, Eierschalen.

Es ist mir bewusst, dass diese Ergänzungsfutter ev., je nach Jahreszeit, zusätzliche Vitamingaben und Spurenelemente beigegeben werden müssten.

Mindestens sollte auch eine Parasiten - Bekämpfung über die Fütterung möglich sein.

 

Gefährliche Lebensmittel für Hunde:

(Frei zusammengestellt aus dem Internet!)

 

Alkohol: Schon Kleinstmengen können sehr giftig sein!

 

Avocados (roh): Persin (Toxin) mit tödlichen Folgen

 

Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Tee, auch COLA (Methylhanthin als Giftfaktor)

 

Zwiebeln und Knoblauch u. Lauch zerstören die roten Blutkörperchen im Körper des Hundes

 

Weintrauben und Rosinen bewirken Durchfall und Erbrechen, Nierenversagen

 

Milch und Milchprodukte: zu viel Milchzucker kann schwere Durchfälle verursachen, Quark, Joghurt

und Käse (Hüttenkäse) können gute Eiweisslieferanten sein

 

Nüsse: der hohe Phosphorgehalt für Hunde sehr gefährlich, auch hoher Fettgehalt ist problematisch

 

Schokolade & Kakaopulver: ein zu viel ist sehr gefährlich (das Purinalkaloid Theobromin ist sehr giftig für Hunde)

 

Salz: auch hier ist ein zu viel sehr schädlich für den Körper, kann zu Kreislaufversagen führen.

 

Rohes Fleisch & roher Fisch (v.a. Schweinefleisch: kann Aujetzky-Virus enthalten) = lebensbedrohlich

 

Rohe Auberginen, rohe Kartoffeln, rohe Tomaten u. rohe Paprika enthalten den Giftstoff Solanin

 

Bohnen (roh) wegen Giftstoffen nicht an Hunde verfüttern

 

Eiklar roh ist schädlich für den Hund, hemmt die Aufnahme des Biotins im Körper

 

Knochen: nicht als gegrillt oder gebraten anbieten wegen Splittergefahr im ganzen Verdauungstrakt.

 

Nikotin: wenige Tabakblätter oder Zigarettenstummel sind brandgefährlich für Hunde

 

Steinobst: ungünstig für die Fütterung von Hunden wegen den Cyanid - Verbindungen

 

Süssstoff Xylit kann bei Hunden lebensbedrohlichen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben

 

 

Diese hier erstellte Liste ist keinesfalls vollständig!

Auch interessant:

Futterplan (Wirtschaftliche Arbeit Uni Bern, 20.10.2014)

Hier zur Fütterungsempfehlung (Energiebedarf)

Futterküchen und gefährliche Lebensmittel für Hunde: (Frei zusammengestellt aus dem Internet!)

Herzwurmbefall (Herz - Dirofilariose)

Die Herzwurmerkrankung (kardiovasculäre Dirofilariose) ist eine parasitäre Krankheit der Hunde (auch bei Katzen und Hundeartiger vorkommend). Eine gezielte Behandlung ist oft schwierig. Der Verlauf der Krankheit kann tödlich verlaufen.


Die Herzwurmerkrankung ist im ganzen Mittelmeerraum verbreitet, daher der Name „Mittelmeerkrankheit“.


Der Erreger der Herz - Dirofilariose ist Dirofilaria immitis. Diese Parasiten sind obligat zweiwirtig. Das heisst: ein Teil des Entwicklungszyklus verläuft in den Stechmücken (Mikrofilarien, vom Larvenstadium 1-3). Die Stechmücke übertragt beim Saugakt diese Mikrofilarien auf den Wirt.
In der Unterhaut entwickelt sich die Larve innerhalb von zwei Monaten zum Larvenstadium ‚vier‘. Erst jetzt wandern diese Larven ‚vier‘ über die Muskulatur in die Blutgefässe ein und entwickeln sich innerhalb von zwei bis drei Monaten zu erwachsenen Herzwürmern (Makrofilarien). Die erwachsenen Herzwürmer werden bis 1 mm dick und meist über 20 cm lang. Sie siedeln sich anfänglich im Truncus pulmonalis (lungennah) an. Bei stärkerem Befall wird auch die rechte Herzhälfte besiedelt, ebenso die herznahen Hohlvenen. Ein halbes Jahr nach der Infektion bilden die Weibchen Mikrofilarien. Diese wandern mit dem Blut in kleine Blutgefässe. Die Stechmücken infizieren sich wieder beim Saugakt , der Zyklus nimmt so wieder seinen Anfang.
Die Diagnose kann durch eine mikroskopische Untersuchung von Kapillarblut oder einen Knott-Test auf Mikrofilarien gemacht werden. Auch bildgebende Verfahren werden für die Diagnosesicherung eingesetzt (Röntgen und Ultraschall).


Die Sicherheit des Erregernachweises liegt höchstens bei 75 %! Der Antigennachweis im Serum ist frühestens ein halbes Jahr nach der Infektion, mit der Freisetzung von Mikrofilarien sicher. Für den Mikrofilarien - Nachweis wird das Blut lysiert (aufgelöst) und die Mikrofilarien werden so angereichert (z.B. Filter-Test, modifizierter Knott Test).


Die Therapie ist äusserst kompliziert. Herzwürmer können nur mit dem Anthelminthikum Melarsamin bekämpft werden. Bei stärkerem Befall können schwere Komplikationen ausgelöst werden (Embolien, anaphylaktische Reaktionen) bedingt durch das massive Absterben von Makrofilarien. Die Gefahr der Verlegung großer Gefäße durch abgestorbene Würmer ist dabei erheblich. Es besteht außerdem die Gefahr einer allergischen Reaktion durch abgestorbene Makrofilarien. In diesem Fall muss die Therapie zusätzlich mit Antihistaminikas (Antiallergiemitteln) unterstützt werden.
Mikrofilarien tragen nichts zum Krankheitsbild bei, weder tot noch lebendig.
Die Therapie darf niemals ohne tierärztliche Betreuung (spezialisierte Kliniken) vorgenommen werden.


Bei der Behandlung der Mikrofilarien ist speziell ist die Unverträglichkeit von Ivermectin zu beachten. Dafür verantwortlich ist ein Gendefekt (MDR1- Gen) der betroffenen Tiere.
Betroffen sind vor allem Collies (Langhaar und Kurzhaar), Australian Shepherds (Aussies), Shetland Sheepdogs (Shelties), Weiße Schweizer Schäferhunde, Bobtails, Wäller, Border Collies, Longhaired Whippets, Silken Windhounds, McNabs, English Shepherds und Australian Cattle Dogs.
Nicht alle Angehörige dieser Rassen sind betroffen, aber auch andere Rassen und Mischlinge können, zumindest theoretisch, betroffen sein.
Ivermectin sollte überhaupt nicht verwendet werden, es gibt genug andere makrozyklische Laktone, die für den Hund registriert sind.
Je nach Stadium der Krankheit ist eine operative Entfernung der Herzwürmer möglich (nur in Spezialkliniken) Auch nach erfolgreicher Therapie ist der Hund noch während Wochen geschwächt und darf in dieser Nachbehandlungsphase keinen Stresssituationen ausgesetzt werden. Absoluter Leinenzwang. Grössere Transporte dürfen keinesfalls unternommen werden.
Für Reisen mit unseren Hunden in den Süden und Osten und Westen ist
eine solide Prophylaxe extrem wichtig, um die Exposition gegenüber Mücken zu minimieren (Scalibor ® Halsband oder Shampoo, Stronghold®)etc.
Herzwurmprophylaxe (allgemein):
Für kurze Auslandaufenthalte nach Heimkehr 1 x Milbemax ® , alternativ Program ® plus Tabletten.
Nach längeren Auslandaufenthalten: 1 x monatlich Milbemax ® – Tabletten und nach Heimkehr Milbemax ®–Tabletten, alternativ Program® plus.
Milbemax ® ist zusätzlich zu seiner Wirkung gegen Herzwürmer ein sehr gutes Entwurmungsmittel mit Breitbandwirkung (hohe Verträglichkeit).
Empfohlene Wirkstoffe sind
Milbemycinoxim: Milpro®, NexGard®,Program®
Moxidectin: Advocate®
Wirksame Hausmittel gegen Herzwürmer gibt es keine.


Zur speziellen Situation in Rumänien: Es macht wenig Sinn, alle Streunerhunde auf Herzwürmer zu testen. Es gibt vor allem gebirgige Gebiete, wo die gefürchteten Stechmücken, die für die Ausbreitung der Dirofilariose verantwortlich sind, überhaupt nicht präsent sind. Auch jahreszeitlich sind grosse Unterschiede über deren Vorkommen und Aufreten auszumachen. In den eher meeresnahen Gebieten ist die Präsenz dieser Stechmücken, die die ‚Mittelmeerkrankeit‘ verbreiten, signifikant erhöht.
Es ist sinnlos, bereits Junghunde zu testen, denn wir wissen, dass eine gesicherte Diagnose mit Antigennachweis im Serum frühestens ein halbes Jahr nach der erfolgten Infektion gemacht werden kann. Es ist zu beachten, dass nicht alle vorgenommenen Tests ‚sancro sanct‘ richtig sind. Vielfach gilt noch heute: Ein Test gleich kein Test. Im Ausland adoptierte Hunde sollen zu gegebener Zeit nochmals getestet werden. Zudem wird empfohlen, die ganze Grundimmunisierung des Hundes zu wiederholen. (Die Seriosität vieler Tierärzte in Rumänien ist leider nicht gegeben.)
Neben Dirofilariose (Herzwurm) sollte ihr Hund dringend auch auf Ehrlichiose, Babesiose und Leishmaniose und Borreliose untersucht werden. Grosse Bluttests liefern seriöse Resultate, Quicktests sind zu wenig aussagekräftig! (Exzellenter Zecken- und Mückenschutz sind Scalibor ® Halsband oder Shampoo, Stronghold® sowie Advantix ® Ampullen.)
Grundsätzlich ist es verboten, aus Rumänien kranke Hunde ins Ausland zu bringen. Dies gilt auch für alle oben aufgeführten ‚Mittelmeerkrankheiten‘.


Die obigen Informationen habe ich aus verschiedenen Unterlagen recherchiert und zusammengestellt.


Dr. med. vet. Josef Zihlmann, STARROMANIA


Ganz herzlichen Dank an
PD Dr. med. vet. Manuela Schnyder vom Institut für Parasitologie, Vetsuisse Fakultät Universität Zürich und Präsidentin von ESCCAP für ihre Unterstützung.
www.esccap.ch
www.esccap.org


Die Unterlagen von ESCCAP können für vertiefte Informationen unter www.starromania.ch eingesehen werden.

Futterküchen und gefährliche Lebensmittel für Hunde: (Frei zusammengestellt aus dem Internet!)

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2018 @ Starromania.ch

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Schweizer TierAerzte für Rumänien
Dr. med. vet. Josef Zihlmann, Weiningen

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