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Fütterungsplan / Futterküche

Futterküchen für Hunde, eine machbare Alternative?

 

Jedes Shelter hat immer wieder seine eigenen Vorstellungen, wie Hunde gefüttert werden sollen.

Einzelne Tierheime haben bereits grosse Probleme wegen einseitiger Fütterung, was sich in multiplen Hautproblemen und Verdauungsproblemen zeigt. Reine Brotfütterung ist für die Gesundheit der Hunde höchst bedenklich und grenzt an Tierquälerei!

Dazu kommen natürlich die vielfältigsten Parasiten (Endo- und Ektoparasiten), die den Hunden das Leben noch schwerer machen. Relativ neu sind auch ganze Shelter mit Herzwürmern befallen. Diese kostenintensive Behandlung kann man sich jedoch nicht leisten.

 

Seit längerer Zeit denke ich darüber nach, dass über Futterküchen ein guter Anfang gemacht werden könnte wie billiger, besser und gezielter die Hunde ernährt werden könnten.

Es ist mir bewusst, dass viel mehr Zeit für die Fütterung der Tiere investiert werden muss.

Teils werden nur Metzgereiabfälle (‚Schorgrabenkälber‘) und Innereien (Rind, Huhn, Pferd, Schaf und Schwein den Hunden ‚serviert‘, andere bekommen Trockenfutter als Billigstvariante (Bequemlichkeit / Personalmangel) angeboten, andere Shelter verfüttern Brot, auch als Brotsuppen.

Viele Hunde hungern tagtäglich, nur die stärksten können sich satt essen, und die andern … bei denen ist es meist nur eine Frage der Zeit, bis sie an Hunger und Schwäche sterben.

Das grosse Problem ist in den meisten rumänischen Sheltern, dass kein ausgebildetes Personal die Tiere betreut.

 

Was fehlt ist die Ausstattung einer ‚Futterküche‘: Grosse Kühlschränke, auch Tiefkühler, Lagerraum für Gemüse (Gemüsekammer), Früchte, Trockenraum für die Lagerung von Trockenfutter, Vollkonserven, sterilisiertes Futter.

Grosser Kochherd, Zerkleinerungsgeräte und Mischgeräte (Kutter, Blitz), genügend grosse Flächen für die Herrichtung der Speisen.

 

Mir strebt vor, dass ähnlich wie jetzt z.T. auch in der Schweiz, die Tagesfrischprodukte nach Ladenschluss nicht einfach weggeworfen, sondern an Bedürftige abgegeben werden.

Dies wären doch auch mögliche Quellen für eine abwechslungsreiche Futterergänzung für Hunde in Tierheimen (auch Produkte aus Take-Aways, Restaurants, etc).

Die richtige Mischung, Aufbereitung dieser Speisen ist wichtig. Ich möchte in dieser Richtung die Shelterbetreiber auffordern, das ‚Fressangebot‘ (Speisezettel) mit ein paar kostengünstigen Tricks attraktiver zu machen.

Die Rumänen haben Kartoffeln im Überfluss, ebenso Getreide, Mais, Hafer, Reis und auch Teigwaren. Fleischprodukte sind billig zu haben: Rind (Gehacktes, Herz, Niere, Lunge, Leber, Milz [Grick], Fisch, Huhn (das gute alte Suppenhuhn, Hühnerhälse), Wild, Schaf, Ziege;

auch Milchprodukte wie Quark, Joghurt, Hüttenkäse, Zieger, Magermilchpulver, Schotte; dann gekochte Eier von Hühnern und Gänsen;

Gemüse wie Rüben, Bohnen z.T. auch Kohlartige, roh oder gekocht (mit Eingewöhnungsphase), Salate (grüne), Gurken ,

dann auch verschieden Getreideprodukte und Brot: Weizenvollkornbrot, weisses Brot, Knäckebrot und ähnliches.

Und Obst als Ergänzung, kein Steinobst! Auch Fette und Öle (Distelöl, Sonnenblumenöl, Rapsöl). Mineralien in Form von Knochenmehl, Eierschalen.

Es ist mir bewusst, dass diese Ergänzungsfutter ev., je nach Jahreszeit, zusätzliche Vitamingaben und Spurenelemente beigegeben werden müssten.

Mindestens sollte auch eine Parasiten - Bekämpfung über die Fütterung möglich sein.

 

 

 

Gefährliche Lebensmittel für Hunde:

(Frei zusammengestellt aus dem Internet!)

 

 

Alkohol: Schon Kleinstmengen können sehr giftig sein!

 

Avocados (roh): Persin (Toxin) mit tödlichen Folgen

 

Koffeinhaltige Getränke wie Kaffee und Tee, auch COLA (Methylhanthin als Giftfaktor)

 

Zwiebeln und Knoblauch u. Lauch zerstören die roten Blutkörperchen im Körper des Hundes

 

Weintrauben und Rosinen bewirken Durchfall und Erbrechen, Nierenversagen

 

Milch und Milchprodukte: zu viel Milchzucker kann schwere Durchfälle verursachen, Quark, Joghurt

und Käse (Hüttenkäse) können gute Eiweisslieferanten sein

 

Nüsse: der hohe Phosphorgehalt für Hunde sehr gefährlich, auch hoher Fettgehalt ist problematisch

 

Schokolade & Kakaopulver: ein zu viel ist sehr gefährlich (das Purinalkaloid Theobromin ist sehr giftig für Hunde)

 

Salz: auch hier ist ein zu viel sehr schädlich für den Körper, kann zu Kreislaufversagen führen.

 

Rohes Fleisch & roher Fisch (v.a. Schweinefleisch: kann Aujetzky-Virus enthalten) = lebensbedrohlich

 

Rohe Auberginen, rohe Kartoffeln, rohe Tomaten u. rohe Paprika enthalten den Giftstoff Solanin

 

Bohnen (roh) wegen Giftstoffen nicht an Hunde verfüttern

 

Eiklar roh ist schädlich für den Hund, hemmt die Aufnahme des Biotins im Körper

 

Knochen: nicht als gegrillt oder gebraten anbieten wegen Splittergefahr im ganzen Verdauungstrakt.

 

Nikotin: wenige Tabakblätter oder Zigarettenstummel sind brandgefährlich für Hunde

 

Steinobst: ungünstig für die Fütterung von Hunden wegen den Cyanid - Verbindungen

 

Süssstoff Xylit kann bei Hunden lebensbedrohlichen Einfluss auf den Blutzuckerspiegel haben

 

 

Diese hier erstellte Liste ist keinesfalls vollständig!

 

 

Video von unserem Tierheim in Gheorgheni

September 2015: Aktuelle Massnahmen unserer Tierschutzarbeit

DAS WICHTIGSTE IN KÜRZE

Die Stadt Gheorgheni hat im Verhältnis die höchste Anzahl registrierter Hunde in Rumänien.

Die Schulkinder der Stadt werden speziell zum Thema Strassenhunde, Nutz- und Wildtiere informiert.

Behinderte Kinder werden durch ausgewiesene Fachkräfte mit Strassenhunden vertraut gemacht.

Neuter and Release = Kastrieren und Freilassen ist auch in Gheorgheni zum Thema geworden.

Zehn einheimische durch STARROMANIA ausgebildete Tierärzte stehen unter Vertrag und werden vor allem Privathunde kastrieren.

Fünf neue Hundehütten-Modelle sind kreiert und werden ab sofort von einheimischen Schreinern hergestellt.

Unser Tierheim in Gheorgheni wird in diesen Tagen massiv erweitert und für die Winterzeit gerüstet.

www.starromania.ro
heisst unsere neue viersprachige lokale Website in Rumänien.

In Nâsâud (Nussdorf), einem Projekt von ‚Active Friends for Romanian Dogs‘ mit ‚Arme Seelen in Rumänien‘, wird der Umbau und die Erweiterung des Tierheims von STARROMANIA organisiert und mitfinanziert.

Unsere zweite Tierärztetagung am 30.10.2015 in Gheorgheni wird vorbereitet. Der Tierrechtler Claudiu Dumitriu wird wie letztes Jahr Hauptreferent sein.

Unsere Aktivitäten im  Kampf gegen die Korruption der Behörden sind in einer entscheidenden  Phase.  Alle  Bürgermeister Rumäniens haben  einen Brief in rumänischer  Sprache erhalten, unmissverständlich und deutlich. Medienvertreter in Rumänien sind ebenfalls über unsere Erwartungen an die Bürgermeister orientiert worden.

Sommer 2014: Aktuelle Massnahmen unserer Tierschutzarbeit

Registrierungs- & Kastrationspflicht: ALLE Hunde inkl. der Besitzerhunde in der Stadt Gheorgheni werden registriert, kastriert und mit einem Chip versehen.
Kostenlose Kastrationen: ALLE Hundebesitzer können ihre Hunde bis Ende 2014 kostenlos kastrieren und mit einem Chip kennzeichnen lassen. Danach müssen sie selber dafür aufkommen.
Information & Aufklärungsarbeit: Die Bevölkerung und vor allem auch Kinder in den Schulen werden systematisch informiert und auf eine verantwortungsvolle Hundehaltung vorbereitet. 
Einbezug der lokalen Tierärzte: 12 lokale und geschulte Tierärzte arbeiten vor Ort. Sie übernehmen eine wichtige Rolle und haben Kapazität rund 100 Hunde  pro Tag zu kastrieren. Die Kosten werden durch STRROMANIA getragen.
Infrastruktur in Gheorgheni: Eine Tierarztpraxis für die Kastrationen wird in diesen Tagen ihren Betrieb aufnehmen. STARROMANIA hat zudem anfangs Mai einen komplett ausgerüsteten Tierambulanzwagen gesponsert, ideal für die Belange in Rumänien. Der Wagen wurde durch TA Josef Zihlmann und seinen Sohn Marc gleich selber nach Siebenbürgen gefahren.
Durch die Regierung getragen: Eine solche Mammutaufgabe zu lösen, ist nur in enger Zusammenarbeit mit den lokalen Behörden möglich. Wir sind überglücklich, dass wir auf eine äusserst konstruktive und erfolgsversprechende Zusammenarbeit mit den verantwortlichen Politikern, der Bevölkerung und den Tierärzten zählen dürfen.
Sofortmassnahmen: Rumäniens Winter sind hart und die Shelter im Land überfüllt mit hungrigen und frierenden Hunden. Die STARROMANIA hat bereits 2 Spenden-LKW zu vielen extrem dankbaren Tierschützern in verschiedene Hundeheime liefern können. Weitere Hilfstransporte folgen. Die Sammelaktionen, die Transporte sowie auch das Engagement der verschiedenen Tierschützer weltweit haben hohe Wellen geworfen. Die Bilder sprechen für sich.
Unbürokratische Hilfe: Dank Facebook und Internet ist die Welt zusammen gerückt. Silvia Zihlmann‘s Verdienst ist es, dass viele kleine Einzelkämpfer Gehör und wertvolle Unterstützung erhalten. Unermüdlich kommuniziert und vernetzt sie und setzt sich für die Schwächsten ein.


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Update März 2014

Die Kinder und Schüler werden speziell im Umgang auf die Heim – Tierhaltung eingeführt und gefördert (Flyer, Ferienlager).

Dr. Tibor Nágy und Dr. Lajos Baróti sind als Tierärzte die Hauptverantwortlichen für unser Projekt. Sie werden durch STARROMANIA angestellt und für ihre Arbeit auch entlöhnt.Ein Tierarzt wird durch die Stadt finanziert; er ist mitverantwortlich für die Registrierung aller Hunde in der Stadt. Er hilft auch bei Kastrationsaktionen der Stadt und der umliegenden Gemeinden mit.

Sechs Tierärzte aus Gheorgheni und Umgebung haben sich zu Beginn dieser Woche getroffen. Sie alle machen bei den Kastrationsaktionen aktiv mit. Weitere ortsansässige Tierärzte haben sich gemeldet und werden sich ebenfalls  am Operationsprogramm beteiligen.

Nächste Woche wird ein Instruktions-Kurs für alle beteiligten Tierärzte durchgeführt. Es wird festgelegt, welche Medikamente zum Einsatz kommen, welche Operationstechnik angewandt wird und wie die operierten Tiere gekennzeichnet werden, damit der Operateur jederzeit ausfindig gemacht werden kann.
Die Operationen beginnen offiziell am 1. April 2014, es sollen täglich 10 – 15 Hunde operiert werden (hohe Priorität haben die privaten Hunde!).
Einige Schweizer Tierärzte  werden für Kastrationsaktionen ebenfalls hinzugezogen. Die Unterbringung ist bereits organisiert.  László Kastal  vom  Bildungshaus Agro Caritas in Gheorgeni lädt zum Übernachten ein und dort werden sie auch bestens verpflegt.

Neue Vorschriften in Rumänien

6.3.14: In diesen Tagen ist bekannt geworden, dass bis Ende März 2014 auch alle Hunde in den Tierheimen / Sheltern gechipt und registriert werden müssen. Dadurch wird verhindert, dass Hunde aus den Tierheimen unkontrolliert wieder auf den Strassen freigelassen werden. Durch diesen Identifikationszwang sind die Tierheimleiter Eigentümer dieser Hunde und für die Tiere verantwortlich.

Für jedes Tierheim wird vorschriftsgemäss ein Tierarzt verpflichtet, der regelmässige Besuche abstatten muss.

Ab anfangs April werden in ganz Rumänien extra ausgebildete Veterinärpolizisten die Veterinärbehörden unterstützen. Sie sind für die genaue Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen verantwortlich, und die werden die auch durchsetzen.

Jedes Tierheim ist verpflichtet, Räumlichkeiten auszuweisen, die für die Durchführung einer Operation an Tieren unter hygienisch einwandfreien Bedingungen möglich macht. Dies gilt auch für die Lagerung von Medikamenten.

Für kranke Hunde sind separierte Räume unbedingte Pflicht.

Das Tierfutter muss in trockenen  Räumen gelagert sein, ohne dass Ungeziefer, Ratten und Mäuse Zugriff  haben.

Tote Tiere müssen vertraglich über  eine anerkannte Tierverbrennungsanlage entsorgt werden. Wer Tiere vergräbt oder irgendwo ‚deponiert‘ wird mit hohen Bussen belegt (Grundwasserverschmutzung, Seuchengefahr).

Umsetzung des Hilfsprojekts ist angelaufen

20.2.14: Die Stadtregierung von Gheorgheni hat zusammen mit den Starromania das dreistufige Programm zur Lösung des Streunerproblems entworfen. Der Betrieb des Tierheims und das Einfangen der Hunde ist ein wichtiger erster Schritt. Alle Hunde inkl. Besitzerhunde in der Stadt werden registriert, kastriert und mit einem Chip versehen. Parallel dazu wird die Öffentlichkeit, vor allem auch Kinder in den Schulen auf eine verantwortungsvolle Hundehaltung vorbereitet. Dazu wird der Schweizer Flyer in die ungarische Sprache übersetzt. Das wird demnächst passieren. Darüber hinaus werden für Kinder Lager organisiert wo auch das Thema verantwortungsvolle Heimtierhaltung im Mittelpunkt steht.

Kostenlose Kastration

Ein weiterer Teil des Projektes in diesem Jahr ist, dass die Hundebesitzer ihre Hunde kostenlos kastrieren lassen können und mit einem Chip kennzeichnen zu lassen. Laut den Schweizer Partnern müssen die lokalen Tierärzte eine wichtige Rolle bei der Programmausführung übernehmen. Die Kosten für die Tierärzte, die diese Aufgabe übernehmen werden von der Schweizer Organisation getragen. Die Operationen werden durch amtlich kontrollierte und fachlich qualifizierte Tierärzte durchgeführt.
Nach dem Gesetz von diesem Jahr muss jeder Hund registriert werden. Dazu haben die Tierbesitzer bis Ende 2014 kostenlos Gelegenheit, danach muss das von den Tierbesitzern bezahlt werden.

Erste Massnahmen in Gheorgheni

Konsequente Kastration aller Hunde
Nur wenn Streuner und auch alle Besitzertiere konsequent kastriert werden, kann das Streunerproblem in Rumänien gelöst werden. Deshalb wird die Bevölkerung von Gheorgheni dazu verpflichtet, ihre Hunde zu chippen, registrieren, impfen und kastrieren zu lassen. Das soll dank STARROMANIA kostenlos geschehen. Als wichtige Aufklärungs- Massnahme werden dazu in alle Haushalte Informations-Flyer verteilt.

Tierheimbau in Gheorgheni
Mit unserer finanziellen und fachlichen Unterstützung wird ein neues den Bedürfnissen angepasstes Tierheim gebaut. Die Planung ist bereits weit fortgeschritten.

Hilfe zur Selbsthilfe
Langfristig sollen nicht auswärtige Organisationen zugezogen werden, um die Kastrationen durchzuführen, sondern einheimische Tierärzte werden dafür geschult.

Soforthilfe für Tierschützer vor Ort
Vor Monaten schon haben wir damit begonnen, Spendengelder für Futter und Hundehütten, etc., an div. Organisationen, die unser Vertrauen haben zu überweisen. Auch einzelne Tierschützer in Bukarest, die teilweise bis zu 50 Hunde vor den Hundefängern gerettet und untergebracht haben werden durch uns mit Geld unterstützt. Diese Menschen haben es besonders schwer, weil sie selber kaum etwas haben und sich liebevoll um die Tiere kümmern.

Spendencontainer mit Sachspenden
Schweizweite Sammelaktion von Sachspenden wie Hundefutter, Hütten, Körbe, Decken, Näpfe, etc. (alles was Tiere brauchen).Diese Sammelaktion läuft den ganzen Winter hindurch weiter. Weitere Infos

Eine Ereignisreiche Reise nach Rumänien

Die 4-tägige Reise von Dr. Josef Zihlmann nach Rumänien, Siebenbürgen vom 12.11.13 war äusserst reich an intensiven Erlebnissen und eine Herausforderung, denn die Zeit war knapp. Hier en Auszug aus seinem Reisebericht:

„Der 1. Tag war ich in Mercurea Ciuc. Dort besuchte ich das mit uns schon länger befreundete Tierheim, wo ich herzlich empfangen wurde. Dieses Tierheim ist durch STARROMANIA bereits mehrfach finanziell unterstützt worden. Ich wollte das Tierheim und die Mitarbeiter vor Ort kennen lernen. Zur deutschen Organisation Freundeskreis Bruno Pet bestehen bereits lange, sehr intensive Kontakte und sie haben sich gefreut, dass ich ihr erfolgreiches Projekt vor Ort besuchen wollte. Für mich ist dieses Tierheim und wie man dort mit den Tieren umgeht ein erfreuliches Erlebnis. Die Hunde sind gut untergebracht. Sie haben winterfeste Hütten, Rückzugsmöglichkeiten, reinliche Plätze und genügend Futter, obwohl auch dieses Tierheim viel zu viele Hunde unterbringen muss. Besonders beeindruckt hat mich, dass täglich eine Frau vorbeikommt, um mindestens eine Stunde mit den Welpen zu verbringen und mit ihnen zu spielen, damit sie danach problemlos in Familien integriert werden können."

Ganzer Reisebericht

 

 

Appell an der Tierärtzetagung

In Mercurea Ciuc wurde ich ohne „Vorwarnung“ damit überrascht, dass ich einen Vortrag vor ca. 80 Tierärzten halten soll an deren geplanten Tierärztetagung. Dabei habe ich die Tierärzteschaft aufgefordert, die Verantwortung für das Hundeelend nicht allein den Politikern zu überlassen, sondern dass sie als Tierärzte eine Mitverantwortung haben und auch mit entscheiden müssen. Über die vielen positiven Reaktionen war ich überrascht und es ergaben sich längere Diskussionen mit den Tierärzten, die ein positives Gefühl in mir zurückliessen.

Konkrete Entschlüsse zusammen mit den Behörden

Ganze drei Tage verbrachte ich in Gheorgheni, wo ich ja bereits über 20 Jahre tätig war. Dort kannte ich viele Menschen, die inzwischen Freunde geworden waren. In dieser Stadt hatte ich in verschiedenen Bereichen mit diesen Menschen zusammen viel erreicht und daraus ist ein gegenseitiges Vertrauensverhältnis entstanden. Das Gerücht, dass gerade in meiner „Herzensstadt“ in Sieben-bürgen eine Tötungsstation entstehen soll, hat mich angetrieben, sofort etwas dagegen zu unternehmen. Bisher war offenbar niemand dagegen angetreten und ich war mir sicher, dass mir dies gelingen würde. Eine abendfüllende Diskussion mit dem Bürgermeister der Stadt, dem Vize Bürgermeister, dem Präsidenten des Finanzamtes und mit meinem langjährigen Freund und Tierarzt Dr. Lajos Baroti gaben mir Recht. Alle Probleme mit den Strassenhunden kamen auf den Tisch.

Es wurde eine intensive Zusammenarbeit vereinbart. Die Bevölkerung soll dazu verpflichtet werden, ihre Hunde zu chippen, registrieren, impfen und kastrieren zu lassen. Das soll kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Davor werden in allen Haushalten entsprechende dreisprachige Hinweise verteilt. Sämtliche Hunde müssen Ende 2014 von der Strasse verschwinden und  tiergerecht versorgt werden. Sie werden im Tierheim betreut bis sie vermittelt werden können. Euthanasiert werden nur Hunde, die unheilbar krank oder absolut nicht mehr sozialisiert werden können. Zur Überwachung und Durchführung dieser Massnahmen wird eine Fachexpertengruppe gegründet. Schlussendlich soll sich dieses Programm über die ganze Region ausbreiten, indem man Nachbarsgemeinden miteinbezieht. Das Tierheim in Gheorgheni ist für 35 Hunde konzipiert, ist jedoch im Moment total überfüllt, weil dort über 200 Hunde sind. Dadurch ist keine tiergerechte Haltung möglich. Es gibt keine geeignete Krankenstation und keine geeigneten Räume, die eine OP unter hygienischen Bedingungen ermöglicht. Das ganze Tierheim ist in einem eher bedenklichen Zustand und die Hunde sind absolut nicht tiergerecht untergebracht.  Ich war auch darüber erschrocken, dass dort einige so genannte aggressive Hunde an Ketten liegen, was meiner Meinung nach eine Sozialisierung unmöglich macht.

 

 

Akzeptanz durch Regierung in Rumänien

Für unsere Arbeit ist es elementar wichtig, dass wir die Akzeptanz der Behörden vor Ort haben und gut mit ihnen kooperieren können.

Schriftliche Aussage des Bürgermeisters von Gheorgheni vom 23.12.2013
Das Problem der herrenlosen Hunde ist für uns eine potentielle Gefahrenquelle. Wir haben ein gemeinsames Projekt ausgearbeitet, wobei wir eine humane Lösung,(dem EU-Gesetz entsprechend) in dieser Stadt dazu finden möchten. Für dieses Projekt hat Dr. Josef Zihlmann seine finanzielle und fachliche Unterstützung zur Verfügung gestellt. Seine angebotene Hilfe haben wir gerne angenommen, weil die Sicherheit der Stadt.... ganzes Memo des Bürgermeisters

Mitteilung an Ingrid Karpatenstreuner vom Finanzminister der Stadt Gheorgheni vom 23.12.13